Mittwoch, 11. November 2009

Politik auf Wohnungssuche - Stadt Zürich

Wettbewerb und damit einen freien Markt gibt es nur dann, wenn Angebot und Nachfrage im Gleichgewicht sind. Übersteigt die Nachfrage das Angebot bei weitem, wie das im Wohnungsmarkt wirtschaftlicher Zentren wie Zürich der Fall ist, spielt der Markt nicht mehr: Es kommt zur Ausbeutung, zur Zweiklassengesellschaft. Und auch über Mobilität lässt sich das Problem nicht beheben. Die damit verbundenen Kosten sind zu hoch.

Märkte brauchen ganz einfach Regulierungen um das Polarisieren, das Auseinanderdriften von Reichtum und Armut abzuschwächen. Es ist das Bürgertum, der Mittelstandes, der die Zeche dafür bezahlt. Aber ausgerechnet der mittelständische Bürger ist zu blöd um das zu merken, er orientiert sich nach oben, hofft in den Olymp der wenigen Reichen aufzusteigen. Es ist die klassische kapitalistische Lotterie: Jeder hofft das grosse Los zu ziehen - und verhungert dabei.

2 Kommentare:

  1. Suuuuper, hier wird wieder einmal die heile Welt angeboten die über Regulierungen zu erreichen ist um Polarisierungen usw. zu vermeiden. Einfach - am besten staatlich - organisiertes Glück, ohne Risiko und Eigenverantwortung. Und die Regulierungen beschliessen natürlich die die es besser kapiert haben wie so eine risikoarme, organisierte Verwantwortungslosigkeit funktioniert...
    An Infantilität und besserwisserischem Realitätsverlust ist das Geschreibsel hier nicht zu überbieten.

    AntwortenLöschen
  2. Üblicherweise kommentiere ich anonyme Beiträge nicht, denn Menschen, die nicht offen zu ihrer Meinung stehen können, sind mir nicht geheuer.

    Nun, offenbar weiss, oder will Anonym nicht wissen, dass das Modell des freien Markts definitionsgemäss nur dann funktioniert, wenn es im Gleichgewicht ist.

    Sobald der Markt durch Machtzusammenballungen und Monopole einseitig verzerrt ist, funktioniert er ganz einfach nicht mehr. Und das ist beim Wohnungsmarkt ganz klar der Fall. Und dann braucht es halt einfach Regelungen. Das war immer so und wird auch immer so bleiben.

    Ich nehme an, dass Anonym auch nicht dafür war, dass die UBS mit kaum gesicherten Milliarden-Krediten durch den Staat gestützt worden ist...

    AntwortenLöschen